I’m a Cyborg but that’s okay
In letzter Zeit fällt mir mehr und mehr auf, wieviele gute Filme aus Korea kommen. Old Boy vom selben Regisseur hat mich schon sehr beeindruckt. Dieser Film ist auch sehr gut, aber ansonsten ganz anders als Old Boy. Es ist im Grunde eine Liebesgeschichte, die aber in so viele irre Ideen getaucht ist, daß es eine ganze Zeit lang dauert, bis der Zuschauer das überhaupt erkennt. Dieses Grundgerüst hat mich ein wenig an die fabelhafte Welt der Amelie erinnert, aber wo Amelie nur ein wenig skurril ist und mit dieser Seltsamkeit kokettiert, sind die Protagonisten in I’m a Cyborg but that’s okay komplett verrückt. Passenderweise spielt der Film daher auch in einer Irrenanstalt. Die Hauptfigur ist ein Mädchen, das sich für einen Cyborg hält. So unterhält sie sich z.B. angeregt mit allen möglichen Apparaten (einer Lampe, einem Getränkeautomaten), während sie nach einer Möglichkeit sucht, ihre Batterien wieder aufzuladen, um ihren Auftrag (der natürlich auch das Töten zahlreicher Menschen beinhaltet) auszuführen. Einmal in der Anstalt entwickelt sie schnell eine quasi-romantische Beziehung zu einem Mann, der in der Lage ist, alles Mögliche zu stehlen (so stiehlt er zum Beispiel jemandem das Tischtennis-Talent, einem anderen die Höflichkeit). Was sich im Laufe des Films zwischen den beiden abspielt ist eine sehr interessante Mischung aus Romanze, Komödie und Tragödie mit jeder Menge verrückten Elementen. Sehr sehenswert. 8/10
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